eH26 – Gebaut, um anzukommen

Am 21. Mai 2026 haben wir den eH26 vorgestellt. Er ist die zweite Generation unseres dreijährigen Entwicklungszyklus und baut direkt auf dem eH25 auf. Statt jedes Jahr bei null anzufangen, entwickeln wir ein bewährtes Grundkonzept gezielt weiter. Unser Ziel war ein Fahrzeug, das nicht nur schnell ist, sondern auch durchhält. Dieses Ziel haben wir erreicht.

Saison 2026

Mit dem eH26 sind wir bei drei Events gestartet: auf dem Red Bull Ring (Formula Student Austria), auf dem Hockenheimring (Formula Student Germany) und bei der Formula Student France nahe Lyon. Die Formula Student East am Hungaroring wurde abgesagt, deshalb sind wir nach Frankreich ausgewichen.

Unser Highlight war die Endurance in Hockenheim am 16. August 2026. Nach mehreren Jahren ohne Zielankunft haben wir sie ins Ziel gebracht, bei über 35 °C Außentemperatur und mehr als 55 °C Akkutemperatur zum Schluss.

Chassis

Das Monocoque entsteht in einer 18-teiligen Form. So können wir einzelne Bereiche überarbeiten, ohne die gesamte Form neu zu bauen. Für den eH26 haben wir vier neue Formteile im Frontbereich gefertigt. Dadurch sitzt die Nase aus aerodynamischen Gründen tiefer, und die Wartungsluke ist größer, was die Arbeit am Fahrzeug während der Events deutlich erleichtert.

Fahrwerk – Fokus auf Gewichtsreduktion

Im Bereich Fahrwerk stand die Gewichtsoptimierung im Mittelpunkt. Neu gegenüber dem eH25 sind Stabilisatoren an Vorder- und Hinterachse. Mit ihnen können wir die Fahrzeugabstimmung gezielter an Strecke und Disziplin anpassen.

Zusätzlich wurde verstärkt kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff (CFK) in Bauteilen wie Querlenkern, Pushrods, Spurstangen und Lenkwellen verwendet. Dadurch konnte das Gesamtgewicht des Fahrwerks um weitere 10 % reduziert werden. Ein zukunftsweisendes Konzept für beschichtete Bremsscheiben konnte aufgrund von Fertigungsproblemen noch nicht umgesetzt werden, bildet aber eine wertvolle Grundlage für zukünftige Entwicklungen.

Powertrain – mit neuem Getriebe

Der Powertrain des eH26 basiert auf den bewährten Konzepten der vergangenen Jahre, die weiterentwickelt und verbessert wurden. Der Fokus lag besonders auf Zuverlässigkeit und reibungsloser Funktionalität. 

Elektrik – Neue Standards

Die elektrische Infrastruktur des eH26 wurde überarbeitet. Den gesamten Kabelbaum haben wir neu ausgelegt. In den Vorjahren hatten wir mit großem Sicherheitspuffer gerechnet. Jetzt setzen wir gezielt geringere Leitungsquerschnitte ein und sparen so rund 3 kg.

Das neu entwickelte Cockpit-Display, das über Tasten am Lenkrad gesteuert wird, zeigt wichtige Fahrzeugdaten wie den Ladezustand (State of Charge) oder die Motortemperatur an und ermöglicht die Auswahl verschiedener Regelungsmodi.

Driverless

Im Testing ist der eH26 erstmals autonom gefahren und hat seine ersten Acceleration- und Skidpad-Läufe absolviert. Bei der FSG verhinderte eine Undichtigkeit im Notbremssystem (EBS) den offiziellen Start. Die Grundlage steht trotzdem, und auf ihr bauen wir in der kommenden Saison auf.

Steckbrief

Gewicht197 kg
AntriebAMK-Radnabenmotoren
Leistung80 kW (reglementbedingt begrenzt)
Akkukapazität7,2 kWh
0–100 km/h2,2 s
Monocoque18-teilige Form, modular erweiterbar
Events 2026FS Austria, FS Germany, FS France

Danke!

Der eH26 wäre ohne unsere Partner nicht auf die Strecke gekommen. Ebenso wenig ohne die 47 Unterstützerinnen und Unterstützer der Zellpatenschaft, die gemeinsam über 5.000 € beigetragen haben. Danke, dass ihr diese Saison möglich gemacht habt!